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Hidden Peak (8068 m) Tagebuch 1993 

15.07.1993

Flug von Frankfurt nach Islamabad

Am Morgen gehe ich für zwei Stunden zu meinem Arbeitgeber, um noch wichtige Dinge vor meine Abreise an meine Urlaubsvertretung zu übergeben.
Um 9:30 Uhr holt mich mein Vater ab und bringt mich mit dem Auto zum Flughafen in Frankfurt, den wir nach zwei Stunden Fahrt erreichen. Nach dem ersten Kennenlernen der Teilnehmer geben wir unser umfangreiches Expeditionsgepäck um 13:00 Uhr auf und warten dann entspannt bis unser Flug zum Boarding bereit ist. Das Flugzeug startet gegen 15:30 Uhr und wider erwartend war die Verpflegung auf dem Flug der Pakistan Airline gut.

16.07.1993

Stadtbesichtigung und wichtig Informationen

Um 1:30 Uhr landen wir in Islamabad und werden nach der Zollabfertigung mit einem Bus zum Pearl Continental Hotel in Rawalpindi gebracht. Ich teile mir das Zimmer mit Alain Roussey, da ich offensichtlich von allen Teilnehmern am besten Englisch spreche. Um 9:30 treffen wir uns zum Frühstück und da habe ich die Gelegenheit mit Klaus Gürtler, mit dem ich 1989 an der Ama Dablam war, sowie mit Michael Dacher zu sprechen. Nach diesem Gespräch war ich schon etwas desillusioniert was mich am Hidden Peak erwartet. Die Route durch das 45-50° steile Japaner-Couloir ist auf Grund von Lawinenabgänge aus der Westflanke des Gipfelaufbaus nicht ungefährlich und erfordert offensichtlich entsprechende Vorsicht.
Die Nachricht, dass das eine Brücke auf dem Weg nach Skardu weggerissen wurde, beunruhigt mich weniger, da es für so einem Fall immer eine Lösung gibt.
Nach dem Essen fahren wir zur Schah-Faisal-Moschee, welche die Nationalmoschee von Pakistan ist. Sie befindet sich im Nordwesten der pakistanischen Hauptstadt Islamabad vor den Margalla-Hügeln. Sie wurde nach König Faisal von Saudi-Arabien benannt. Aufgrund ihrer besonderen Architektur und Größe ist die goldverzierte Moschee heute das Wahrzeichen der Stadt. Das Ende der 1970er Jahre entworfene und 1986 fertiggestellte Gebäude bietet, zusammen mit seinem Hof, bis zu 74.000 Gläubigen einen Platz.
Im Anschluss geht es zurück ins Hotel und dort besprechen den ein oder anderen Punkt bezüglich des Expeditionsablaufes. Da zumindest die Anreise bis zum Basislager noch ungewiss ist, sind wir gespannt, was uns der zuständige Beamte beim Ministerium morgen sagen wird.

17.07.1993

Behördengänge

Nach dem Frühstück fahren wir zuerst zur Agentur Waljis Travel und lassen dort Passbilder machen, da die Anzahl der von uns mitgebrachten nicht reicht. Im Anschluss geht es zur Polizeistation die zunächst eine Bestätigung vom Hotel haben wollen. Die haben wir natürlich nicht und so geht es zunächst zurück zum Hotel. Sie wollen und die erforderlich nicht geben und so füllen wir zunächst drei weitere Formular für die Polizei aus. Ekkehard Gundelach und Walter fahre im Anschluss zur Agentur Waljis Travel um die gemeinsame Ausrüstung zu prüfen und unser Seesäcke, die mit Cargo gekommen sind, abzuholen.

18.07.1993

Briefing auf dem Ministerium

Um 8:00 Uhr fahren wir mit dem Bus zum Briefing auf das zuständige Ministerium. Zunächst warten wir eine halbe Ewigkeit bis wir überhaupt an der Reihe sind, dann teilt uns der zuständige Sachbearbeiter mit, dass vom Veranstalter offensichtlich bei der Beantragung der Anreiseroute Fehler gemacht wurden. Wir werden abgewiesen und fahren zurück zum Hotel. Dort gibt es eine heiße Diskussion mit dem Expeditionsleiter Ekkehard, der sich daraufhin bemüht, die Genehmigung für die Anreise über Hushe bzw. dem Gondogoro La zu erhalten.
Ursprünglich war die Ankunft unseres Busses, der uns nach Skardu bringen soll auf 18:00 Uhr terminiert. Wie so oft in solchen Ländern kommt dieser aber erst kurz vor Mitternacht.

19.07.1993

FAHRT AUF DEM KARAKORUM HIGHWAY NACH CHILAS

Um 1:00 Uhr verlassen wir das Hotel und begeben uns mit dem Bus auf die lange Reise nach Chilas über den Karakorum-Highway. Die Straßen in Rawalpindi sind um diese Uhrzeit noch leer und so verlassen wir zügig den dicht besiedelten Gürtel, der die Hauptstadt Islamabad umgibt.
Wir verlassen nach einiger Zeit das pakistanische Tiefland und gelangen nach kurzer Zeit auf den legendären Karakorum Highway (KKH), den südlichen Ausläufer der antiken Seidenstraße. In der kleinen Stadt Beshame frühstücken wir gegen 8:00 Uhr und ab dort verläuft die Karakorum Highway immer entlang des streckenweise tief eingeschnittenen Indus. Wie bereits gestern angekündigt sind wir kurz nach Mittag an der zerstörten Brücke und müssen zunächst Träger besorgen, die unser Gepäck auf die andere Seite des Brückenkopfes bringen. Glücklicherweise war auf der anderen Seite auch ein Bus und so konnten wir nach gut zwei Stunden die Fahrt fortsetzen. Gegen 20:00 Uhr treffen wir dann endlich in dem Shargrila Hotel in Chilas ein. Nach diesem 20 Stunden Tag essen wir noch etwas und gehen dann ins Bett.

20.07.1993

FAHRT AUF DEM KARAKORUM HIGHWAY NACH SKARDU (2228 m)

Um 5:00 Uhr beladen wir den Bus und eine halbe Stunde später sind wir bei einem wolkenlosem, aber sehr warmen Morgen wieder auf der Karakorum Highway unterwegs. Die Sicht zum Nanga Parbat (8125 m) ist heute frei und so ist ein defekter Reifen, der uns 2 Stunden zum Flicken kostet, zumindest für uns verschmerzbar. Die Fahrt geht dann durch sehr steile und enge Schluchten weiter bis nach Skardu, wo wir gegen19:00 in dem Shargrila Resort Hotel in Skardu eintreffen, welches ein Stück außerhalb von Skardu liegt. Wegen der einsetzenden Dunkelheit können wie wunderschöne Parkanlage heute nicht mehr bewundern. Aber zumindest bekommt unser Verbindungsoffizier nach unserer Ankunft noch die Genehmigung für das Trekking ab Husche. Das ist die gute Nachricht, die schlechte ist, dass in den letzten Tagen bereits zwei Trekking-Gruppen wengen zu viel Schnee am Gondogoro La umgekehrt sind. Wir sind gespannt, wollen es aber auf jeden Fall versuchen.

21.07.1993

Jeep Fahrt nach Hushe (3050 m)

Um 9:00 Uhr fahren wir mit unserer gesamten Ausrüstung mit dem Bus nach Skardu. Dort wird sowohl unser Gepäck als auch die zusätzliche Expeditionsausrüstung bei der Agentur Waljis Travel in die Jeeps geladen. Nachdem auch unser Verbindungsoffizier die letzten Formalitäten erledigt hat, starten wir um 13:00 Uhr mit den Jeeps nach Hushe. Die Fahrt ist entspannt und kurz vor 20:00 Uhr treffen wir in Hushe ein, wo wir das erst Mal in unseren Zelten übernachten. Bevor die Sonne untergeht, zeigt sich der 7821 m hohe Masherbrum in einem fantastischen Licht.

22.07.1993

Erster Lagerplatz auf ca. 3400 m Höhe

Kurz nach 6:00 Uhr werden wir geweckt und sofort müssen die Zelte abgebaut werden und die Seesäcke auf das maximal vorgeschriebene Gewicht gebracht werden. Nachdem wir um 7:30 Uhr zum Frühstück gerufen werden zieht immer dickere Wolken in das Tal von den umliegenden Bergen ist nicht mehr viel zu sehen. Gegen 10:00 Uhr setzen wir uns dann endlich in Bewegung aber bereit eine Stunde später beginnt es zu regnen. Während unserer Mittagpause ist es dann vorrübergehend trocken, um dann im Anschluss in einen Dauerregen überzugehen. Gegen 15:00 Uhr stellen wir dann unsere unterhalb der Ufermoräne in 3400 m Höhe auf. Der Lagerplatz ist gut, aber mit dem Trocken der nassen Bekleidung wie auch mit den Trägern habe wir unsere Probleme. Einige Träger sind offensichtlich am Morgen gar nicht gestartet und so fehlen einig Gepäckstücke.

23.07.1993

Zweiter Lagerplatz auf ca. 3800 m Höhe

Wie am Vortag starten die Träger erst gegen 10:00 Uhr und zu diesem Zeitpunkt ist das Wetter noch einigermaßen gut. Schon eine Stunde später beginnt es zu regnen und nach einer weiteren Stunde erreichen wir den nächsten Lagerplatz. Für die Höhenakklimatisation mag so eine kurze Etappe ja durchaus hilfreich sein, aber bei nur zwei Stunden Aufstieg ist der Tag nicht ausgenutzt. Allerdings hätte auch niemand große Lust gehabt im Regen weiter zu gehen. So verbringe ich die Zeit im Zelt mit Lesen und Radio hören.

24.07.1993

Dritter Lagerplatz auf ca. 4100 m Höhe

Heute starten wir sogar schon um 9:00 Uhr, sind dafür um 10:30 bei unserem nächsten Lagerplatz. Kurz darauf beginnt es mal wieder zu regnen und so haben wir in Anbetracht der großen Distanz von ca. 5 Stunden zum nächsten Lagerplatz, hier das Lager aufgebaut. Am Nachmittag steige ich noch 300 Höhenmeter nach oben, um meine Akklimatisation aktiv zu unterstützen.

25.07.1993

Ausharren am dritter Lagerplatz auf ca. 4100 m Höhe

Der anfängliche Regen geht am frühen Morgen in Schnee über und so ist keine Bereitschaft bei den Trägern zu erkennen, zum nächsten Lagerplatz zu gehen. Neben ein paar Aufhellungen gibt es den ganzen Tag zum Teil heftige Schneeschauer. Am Nachmittag steige ich nochmals auf einem Rücken hinter dem Lagerplatz 500 m nach oben, bin aber froh als ich mich wieder in meinem Zelt vor dem Schneetreiben schützen kann.

26.07.1993

Lagerplatz Huspang (4700 m)

Als ich am frühen Morgen aus dem Zelt schaue, ist ein traumhaft schöner Tag angebrochen. Schnell werden die Zelte abgebaut und alles in den Trekkingsäcken verstaut. Sowohl die Teilnehmer als auch die Träger sind motiviert und so kommen wir zügig voran. Gegen 16:00 Uhr erreichen wir den Lagerplatz und leider habe ich jetzt auch massive Magenprobleme. Na ja bis wir im Basislager sind, wird sich das schon wieder legen.

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27.07.1993

Über den Gondogoro Pass (5614 m) zu Ali Camp

Gegen 7:00 Uhr verlassen wir den Lagerplatz. Zunächst steigen wir in mäßig steilem schneebedeckten Gelände nach oben, das sich aber immer steiler wird. Da die Träger massive Probleme mit ihrem mehr oder wenigen geeigneten Schuhwerk haben, entschließen wir uns 400 m Fixsteil zu verlegen. Um 11:00 Uhr sind wir auf dem Gondogoro Pass (5614 m) und habe bei einem wolkenlosen Himmel einen fantastischen auf die vier Achttausender sowie unzählige Sieben- und Sechstausender. Ein wichtiger Schritt in Richtung Basislager ist getan. Auf der Nordostseite am Gondogoro Pass folgt nun ein bis zu 50 Grad steil Abstieg der von Eisschlag und Lawinen bedroht ist. Glücklicherweise passieren wir diese gefährliche Passage ohne Vorkommnisse und folgen dann dem Vigne Gletscher in nördlicher Richtung zum Ali Camp, welches sich in 5050 m Höhe befindet. Um 19:00 Uhr treffen wir dort ein und allen sind die Strapazen anzusehen. Nach dem Abendessen geht es unmittelbar in die Zelte und im warmen Schlafsack lasse ich die Erlebnisse noch einmal in meinem Kopf Revue passieren.

28.07.1993

Ruhetag im Ali Camp (5050 m)

Nachdem noch 21 Lasten noch nicht über den Gondogoro Pass gebracht wurden, gehen die Träger nochmals über den Pass zurück und bringen am späten Abend die restlichen Gepäckstücke in Ali Camp. Für uns ist ein Ruhetag, der uns sicher nochmals bei der Akklimatisation hilft, zudem es heute sonnig und warm ist.

29.07.1993

Über den Vigne Gletscher zum Lagerplatz Sharing (4900 m)

Wegen eines erkrankten Trägers verzögert sich die geplante Startzeit auf 9:00 Uhr. Im zunächst tiefen Schnee geht es den Vigne Gletscher hinunter, bis wir auf den Baltoro Gletscher stoßen. Dort sind einige Moränen zu queren, was zum Teil sehr anstrengend und anspruchsvoll für die Träger ist. Gegen 18:00 erreichen wir den Lagerplatz Sharing (4900 m) wo wir die letzte Nacht vor dem Basislager verbringen.

30.07.1993

Ankunft im Basislager (5000 m)

Ein wunderschöner Morgen mit wolkenlosem Himmel lässt uns früh aus unseren Zelten kommen. Voller Spannung fiebern wir den Aufbruch entgegen, um endlich unseren Hidden Peak aus der Nähe zu sehen. Nach nur zwei Stunden erreichen wir unser Basislager und suchen uns dort geeignetere Plätze auf der Mittelmoräne für unsere Zelte. Leider ist das Gelände sehr uneben und die Schuttauflage nur gering. Nach drei Stunden mühsamer Arbeit stehen dann die Zelte mehr oder weniger gut. Am Nachmittag trifft dann ein amerikanischer Bergsteiger im Basislager ein, der sich alle Zehen beim Gipfelgang am Gasherbrum II erfroren hat. Für mich ist es das erste Mal, dass ich so schlimme Erfrierung sehe und ich bin sichtlich geschockt. Wahrlich kein guter Auftakt für unsere Unternehmung.

30.07.1993

Vorbereitungen für den 1. Aufstieg zum Lager I

Nach dem Frühstück werden zunächst die Verpflegungsrationen für den Berg unter den Teilnehmern verteilt. Viele Verpackungen sind beim Transport kaputtgegangen und so gibt es einen Teil davon gleich heute zum Essen. Am Nachmittag packen wir unsere Rucksäcke für den morgigen Aufstieg zum Lager I (5900 m) und gehen recht früh, mit etwas gemischten Gefühlen bezüglich der Wetterentwicklung, in unsere Schlafsäcke. Es sind am Abend Wolken aufgezogen und das war zumindest in den letzten Tagen immer kein gutes Zeichen.

01.08.1993

Warten im Basislager (5000 m)

Um 3:00 werden wir geweckt und während des Frühstücks entscheidet der Expeditionsleiter Ekkehard Gundelach, auf Grund starken Bewölkung und recht starkem Wind, nicht zu starten. Wir gehen daher nochmals in unsere Schlafsäcke und treffen uns am späten Vormittag zum zweiten Frühstück. Tatsächlich fängt es gegen Mittag zu schneien an und so wird es ein recht ruhiger Tag für uns. Franz Stark, den ich von einer früheren Expedition kenne berichtet nach seinem Abstieg von Lager III am Gasherbrum II, dass an diesem Berg nahezu alle Etappen jetzt versichert sind. Heute haben wir Zeit und so erzählt Ekkehard von seiner Nanga Parbat Expedition 1989, wo er zusammen mit den Mitgliedern einer pakistanischen Militärexpedition zum Gipfel aufstieg. Nun sind wir aber am Hidden Peak und müssen hier die Probleme lösen, wie den schlechten Koch gegen einen von einer amerikanischen Expedition auszutauschen.

02.08.1993

Erster Aufstieg zum Lager I (5900 m)

Wie am Vortag werden wir um 3:00 Uhr geweckt, aber der Koch hat verschlafen und so kommen wir erst nach 4:00 Uhr los. Der Eisbruch ist wild und übersät von unzähligen Spalten die entweder übersprungen oder umgangen werden müssen. Zum Glück gibt es schon einige Markierungsfähnchen entlang der Aufstiegsspur nach denen wir uns orientieren können. Nach sechs Stunden Aufstieg erreichen wir dann den Lagerplatz, wo wir ein Zelt aufstellen und darin unser mitgebrachtes Material deponieren. Bei nahezu unerträglicher Hitze begeben wir uns gegen Mittag auf den Rückweg zum Basislager und treffen dort nach zweieinhalb Stunden ein. Hier bekommen wir umgehend ein wohlschmeckendes Essen serviert. Bei nahezu unerträglicher Hitze begeben wir uns gegen Mittag auf den Rückweg zum Basislager. Bei leichtem Schneefall treffen wir nach zweieinhalb Stunden im Basislager ein und bekommen dort gleich ein wohlschmeckendes Essen serviert. Welch ein Unterschied zu unserem ursprünglichen Koch, bei dem es morgens, mittags und abends nur Tschapati gab.

Adi Metzer hat sich entschlossen die Expedition zu beenden und ist heute abgereist.

03.08.1993

Ruhetag im Basislager (5000 m)

In der Nacht hat es geschneit und es liegen 3 cm Neuschnee auf den Zelten. Wir lassen es gemütlich angehen und besprechen im Laufe des Tages die weitere Taktik am Berg. Demnach soll es zwei Gruppen geben. Ekkehard und Walter bilden die erste Gruppe und die restlichen Teilnehmer die zweite Gruppe. Ekkehard und Walter sollen morgen aufsteigen und vor allem den Weg zum Lager II eröffnen und die Gruppe zwei soll mit einem Tag Verzögerung folgen.
Am Nachmittag beginnt es wieder kräftig zu schneien und ich bezweifle schon am Abend, dass es morgen möglich ist aufzusteigen.

04.08.1993

Warten im Basislager (5000 m)

Meine Vermutung hat sich bestätigt, es hat die ganze Nacht geschneit und es liegen gute 5 cm Neuschnee im Basislager. Unsere Planungen wurden über den Haufen geworfen und den ganzen Tag sind die Wolken so niedrig, dass keine Gipfel zu sehen sind. Es ist der erste Tag auf dieser Expedition, wo ich daran zweifle, ob es richtig war daran teilzunehmen. Aber es geht nicht nur mir so, sondern der Unmut macht sich in der Gruppe breit und die Stimmung ist schlecht.

05.08.1993

Schlechte Nachrichten im Basislager (5000 m)

Ja, es schneit immer noch, aber es ist zumindest etwas heller als gestern. Die Teilnehmer einer weiteren deutschen Expedition, die den Gasherbrum II als Ziel haben, sind allerdings heute zum Lager I aufgestiegen. Das Warten wird langsam unerträglich und zu allem Übel habe ich auch noch massive Magenprobleme. Morgen wollen aber auch wir zum Lager I aufsteigen.

06.08.1993

Aufstieg zum Lager I (5900 m) im Zweierteam

Um 3:00 Uhr werden wir geweckt und Ekkehard und Walter sollten heute zum Lager I aufsteigen. Allerdings geht es heute Ekkehard nicht gut und so springe ich für ihn ein. Schnell packe ich meine Sachen zusammen und starte mit Walter gegen 4:30 Uhr. Wieder beginnt es kurz nach unserem Start zu schneien, da uns aber nicht davon abhält, weiter aufzusteigen. Nach fünf Stunden erreichen wir das Lager I und stellen neben unserem bereits vorhandenen Zelt ein weiteres auf. Es schneit den ganzen Tag und so bleibt uns nichts Anderes übrig, als im Zelt zu bleiben.

07.08.1993

Vorstoß in Richtung Lager II bis auf 6250 m Höhe

Um 6:00 Uhr starten wir vom Lager I zur Steilstufe über die man zum Gasherbrum-Sattel gelangt. Bei 40-50 cm Neuschnee ist allein der Weg bis zur Steilstufe schon unheimlich beschwerlich, ganz abgesehen von der akuten Lawinengefahr, die von den Hängen des Hidden Peak uns dem Gasherbrum II vorhanden ist. In dem Eisbruch zum Gasherbrum-Sattel ist die Sicht so schlecht und das Vorankommen so anstrengend, dass wir uns kurz vor Erreichen der Hochfläche zur Umkehr entschließen. Der Wind hat zwischenzeitlich auch aufgefrischt und es deutlich kälter geworden. Gegen 12:00 Uhr sind wir zurück im Lager I und werden von Heidi, Ekkehard sowie Helmut empfangen. Sie wollen die kommende Nacht im Lager I übernachten und wir steigen gegen 13:00 Uhr ab ins Basislager, wo wie zweieinhalb Stunden später eintreffen. Es gab an Abend ein paar Aufhellungen, aber in der Nacht schneit es wieder.

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08.08.1993

Ruhetag im Basislager (5000 m)

Am Morgen gibt es ein paar Aufhellungen als Heidi, Ekkehard und Helmut gegen 10:00 Uhr im Basislager eintreffen. Walter und ich beschließen im Laufe des Tages morgen wieder aufzusteigen und nach Möglichkeit das Lager III einzurichten und dort zu schlafen.

09.08.1993

Aufstieg zum Lager I (5900 m)

Kurz nach 5:00 Uhr starten Walter und ich mit dem Aufstieg in Richtung Lager I. Walter hat dieses Mal seine Skier mit dabei und wir kommen gut voran, sodass wir um 10:00 Uhr im Lager I eintreffen. Das Wetter ist heute gut und so nütze ich die Gelegenheit in Ruhe zu fotografieren. Am Abend klart es sogar auf und die Temperaturen sinken deutlich unter dem Gefrierpunkt.

10.08.1993

Aufstieg zum Lager I (5900 m)

Um 5:00 Uhr starten wir vom Lager I mit dem Ziel, im Lager II ein Zelt aufzubauen. Wie schon am Vortag ist Walter mit Skiern unterwegs und ich zu Fuß. Die Schneedecke trägt heute gut und so habe ich da auch keinerlei Nachteile. Der anfänglich leichtere Schneefall wird immer stärker und so kommen schon am Beginn der Steilstufe zum Gasherbrum-Sattel bei Walter gewisse Zweifel auf, ob es überhaupt sinnvoll ist weiter zu gehen. Auf mein Drängen hin setzen wir den Aufstieg fort und erreichen schließlich den Punkt, an dem wir das letzte Mal umdrehen mussten. Starker Wind und schlechte Sicht zwingen uns auch heute zum Umkehr. Zuvor legen wir ein Materialdepot in 6250 m an und kehren zurück zum Lager I, wo wir gegen 10:00 Uhr eintreffen. Dort verpacken wir die persönliche Ausrüstung und steigen bei starkem Schneefall hinunter zum Basislager. Deprimiert sitzen wir danach am Tisch und lassen uns das Mittagessen schmecken. In Anbetracht der nahezu aussichtslosen Lage bleibt nur noch die Hoffnung auf eine grundlegende Wetterverbesserung, sonst ist die Expedition zum Scheitern verurteilt.

11.08.1993

Kurzfristig hat es einen wolkenlosen Himmel

Es ist kaum zu glauben, an diesem Morgen ist es doch das erste Mal, seit wir im Basislager sind, absolut wolkenlos. Ich nutze diese Gelegenheit zum Fotografieren und bringen mein seelisches Gleichgewicht wieder etwas in Ordnung. Im Moment ärgere ich mich darüber, dass wir nicht im Hochlager sind und endlich mal das Lager II aufbauen können. Als es am Nachmittag wieder intensiv schneit, verfliegt meine Euphorie recht schnell und ich komme wieder in der Realität an. Ich nutze die Zeit, um Postkarten zu schreiben und diese der anderen deutschen Expedition (IMC) mitzugeben, die sich entschlossen hat abzureisen.

12.08.1993

Schneelast lässt Essenszelt im Basislager zusammenbrechen

Nachdem es die ganze Nacht geschneit hat, ist unser Essenszelt durch die Schneelast von ca. 40 cm zusammengebrochen. Wir schaufeln zunächst alle Zelte aus und reparieren dann die gebrochenen Gestänge. Am Nachmittag lichten sich die Wolken etwas und zeitweise scheint auch die Sonne. Unsere Erfolgschancen nehmen allerdings von Tag zu Tag aber, da der späteste Abreisetag vom Basislager feststeht. Ich ertappe mich sogar bei der Überlegung meine Ausrüstung vom Lager I herunterzuholen und aufzugeben. Aber das geht lässt meine Ehre nicht zu, ich werde es versuchen!

13.08.1993

Frustration macht sich breit

Mehrere Teilnehmer von der IMC Expedition sind gestern ins Basislager zurückgekehrt und Franz Stark hat sich Erfrierungen an den Fingern zugezogen, die wir am Morgen verarzten. Wieder ein negativer Impuls der innerhalb unserer Expedition die Stimmung verschlechtert. Schließlich kommt es zu einer recht heftigen Auseinandersetzung zwischen Ekkehard und anderen Teilnehmern über das weitere Vorgehen. Unser Begleitoffizier geht schließlich dazwischen und versucht die Situation zu deeskalieren, was ihm dann auch gelingt. Es bleibt allerdings ein Scherbenhaufen zurück der vermutlich auf dieser Reise nicht mehr gekittet werden kann.
Am Abend fragt mich Ekkehard, ob ich mit ihm und Helmut zum Gasherbrum-Sattel aufsteigen möchte. Ich sage zu und packe schnell meine Ausrüstung zusammen. Um bei dem vorhandenen Neuschnee besser voranzukommen entscheiden wir, es mit Skiern zu versuchen.

14.08.1993

Einblick in den Japaner-Couloir (6400 m)

Bei traumhaft schönem Wetter starten wir drei um 4:30 Uhr vom Basislager. Zunächst gehen wir zu Fuß, aber oberhalb des Eisbruchs entscheiden wir uns für die Skier. Nach fünf Stunden sind wir im Lager I (5900 m), machen dort eine kurze Pause und setzen dann den Aufstieg in Richtung Gasherbrum-Sattel fort. Unterwegs treffen wir einen Teilnehmer der IMC Expedition der uns über einen kranken Bergsteiger berichtet, der dringend eine Hubschrauberbergung braucht. Wir nehmen über Funk Kontakt mit unserem Begleitoffizier im Basislager auf und schildern ihm die Situation. Er versichert uns beim Militärcamp einen Hubschrauber anzufordern.
Um 12:00 Uhr sind wir schließlich an der Steilstufe, über die der Aufstieg zum Gasherbrum-Sattel erfolgt. Nach weiteren zwei Stunden erreichen wir tatsächlich das Plateau. Viele tückische Spalten und ein starker Wind erschweren das vorankommen. Auf dem leicht ansteigenden Plateau steigen wir bis auf 6400 m hinauf und können von dort das Japaner-Couloir einsehen.
Das zunächst recht breite und etwa 40 Gad steile Couloir ist im unteren Bereich mit Schnee gefüllt. Mit zunehmender Höhe verjüngt sich die Rinne und in Folge versperrt ein Felsriegel den direkten Aufstieg, was ein Ausweichen in die seitlichen Felsen erforderlich macht. In der Rinne selbst sind bereits einige Schneebretter abgegangen und wir schätzen einen derzeitigen Aufstieg über diese Route als sehr gefährlich ein. Die alternative Route über die Felsen rechts von dem Japaner-Couloir, in der noch Seile von einer japanischen Expedition vorhanden sind, mag zwar sicherer sein aber dafür auch technisch erheblich schwieriger. Da diese Route sicherlich Schwierigkeiten im oberen 5. Grad beinhaltetet, erscheint uns eine Begehung bei derzeitigen Temperaturen um die -25 °C als unmöglich. Wir kommen zu dem Entschluss keinen weiteren Aufstieg zu riskieren.
So komisch es auch klingen mag, irgendwie bin ich jetzt erleichtert. Ich habe das Japaner-Couloir mit eigenen Augen gesehen und habe es als zu gefährlich eingestuft. Es ist eine Vernunftentscheidung die man nicht in Frage stellen sollte. Mit dieser Erkenntnis geht es zurück zum Lager I, welches wir gegen 18:00 Uhr erreichen. Dort wartet bereits die Frau des verunglückten Bergsteigers, sie selbst starke Erfrierungen an den Finger hat.
Wir vereinbaren morgen um 9:00 Uhr in ihrem Lager I zu sein und den verletzten Mann ins Basislager herunterzubringen, falls bis 10:00 Uhr der Hubschrauber nicht im Lager I sein sollte. Die Chance, dass ein Hubschrauber eine Rettung in 5900 m Höhe riskiert ist allerdings sehr gering.

15.08.1993

Verletzter Bergsteiger wird ins Basislager gebracht

Wie vereinbart sind wir um 9:00 Uhr im Lager I der IMC Gruppe und können den Verletzten das erste Mal in Augenschein nehmen. Er hat an Händen und Füßen Erfrierungen uns ist zudem total erschöpft. Wie ich vermutet habe kommt kein Hubschrauber und so beginnen wir den Abstieg mit dem Verletzten. Zu Glück kann er aber noch selbständig gehen. Ekkehard, Helmut und ich bringen ihn mit viel Mühe bis zum Beginn des Eisbruchs herunter. Dort warten dann weiter Teilnehmer von unserer Expedition und von IMC auf uns die uns unterstützen. Zwischenzeitich schneit es wieder, aber mit vielen Pausen bringen wir den Verletzten doch ins Basislager. Ich bin erschöpft, vor allem in Anbetracht dessen, dass es gerade mal einen Tag schönes Wetter war und ich bin froh, dass jetzt die Entscheidung für den weiteren Verlauf der Expedition gefallen ist. Auch wenn es noch so hart ist.

16.08.1993

Frühzeitige Beendigung der Expedition möglich?

Am Morgen ist das Wetter noch gut, aber ab dem Mittag schneit es wieder leicht. Ekkehard bespricht die Möglichkeit deiner vorzeitigen Beendigung der Expedition mit dem Verbindungsoffizier und dem Sirda. Wir planen morgen unser Gepäck von Lager I herunterzuholen, wenn das Wetter mitspielt.

17.08.1993

Weiterer Neuschnee verhindert Aufstieg

Wir stehen um 5:30 Uhr auf, aber es schneit stark und so verschieben wir den Aufstieg zum Lager I. Es liegen mal wieder 20 - 30 cm Neuschnee im Basislager, was wir zwischenzeitlich schon gewohnt sind. Nichtsdestotrotz ist unser Begleitoffizier heute Morgen in Richtung Skardu gestartet um Flug, Hotel und Träger um eine Woche vorzuverlegen. Bei unserem gestern heruntergebrachten Verletzen ist nun ein Lungenödem dazugekommen und hat die Situation noch verschärft. Bei der derzeitigen Wettersituation ist aber keinen Hubschrauberflug zu erwarten. Am Nachmittag lockern die Wolken zwar stellenweise auf, aber da sind offensichtlich die Turbulenzen für einen Flug zu groß.

18.08.1993

Rücktransport der Ausrüstung vom Lager I (5900 m)

Um 6:30 Uhr starten wir im Basislager mit recht gutem Wetter. Die Spurarbeit in dem tiefen Schnee ist anstrengend aber nach sechs Stunden haben wir es geschafft und sind im Lager I. Zwischenzeitlich schneit es schon wieder. Wir packen alles zusammen und ich steige mit einem 25 kg schweren Rucksack hinunter zum Basislage wo wir gegen 15:00 Uhr eintreffen. Nun ist bis auf unsere Ausrüstung im Depot zwischen Lager I und Lager II alles wieder im Basislager. Die Ausrüstung im Depot werden wir aus Sicherheitsgründen nicht mehr bergen.
Von der IMC Gruppe waren zwischenzeitlich noch vier Teilnehmer am Gipfel des Gasherbrum II. Wir sind hingegen froh, dass alle gesund ins Basislager zurückgekommen sind. Unter diesen Wetterbedingungen ist es einfach nicht möglich auf einen schweren Achttausender, wie der Hidden Peak zu gelangen.

19.08.1993

Hubschrauber holen die Verletzten

Wieder leide ich unter schrecklichen Magenschmerzen und kann die ganze Nacht nicht richtig schlafen. Am Morgen ist das Wetter gut und so treffen gegen Mittag zwei Hubschrauber im Basislager ein, welche die Verletzten ausfliegen. Für uns ist jetzt die Zeit gekommen, um sich ausgiebig der Körperpflege zu widmen und die Seesäcke für die Rückreise zu packen. Die IMC Expeditionsgruppe lädt uns als Dankeschön heute zum Abendessen ein.

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20.08.1993

Sehr starker Schneefall

Starker Wind und Schneefall lassen diesen Tag als einen der schlechtesten im Verlauf der Expedition erscheinen. An den Berg gehen wir ohnehin nicht mehr, aber solch ein schlechtes Wetter zerrt an den Nerven. Am Abend klart es endlich auf und es ist ein sehr schöner Sonnenuntergang. Es wird empfindlich kalt, was zunächst ein gutes Zeichen ist.

21.08.1993

Traumhaft schönes Wetter

Am Morgen ist keine Wolke am Himmel zu sehen und der Wind hat auf Norden gedreht. Von dort kommt üblicherweise kalte und trockene Luft. Die Schneefahnen an den hohen Gipfeln werden im Tagesverlauf zwar größer aber es bleibt schön. Zusammen mit Heidi stelle ich die Lunchpakete für den morgigen Tag zusammen, falls die Träger kommen sollten. Da der Wind gedreht hat, haben wir heute Nacht gute -20 °C.

22.08.1993

Die Träger kommen nicht

Auch heute Morgen ist es kalt, aber wolkenlos. Erst am Nachmittag ziehen ein paar Wolken über uns hinweg. Die Träger treffen allerdings heute noch nicht im Basislager ein und so bleibt uns nichts Anderes übrig, als zu warten.

23.08.1993

Vom Basislager (5000 m) nach Gore II (4350 m)

Gegen 7:30 Uhr treffen die Träger tatsächlich im Basislager ein und zwei Stunden später verlassen wir diesen Platz. Etwa zwei Stunden vor Concordia machen wir eine Mittagspause. Bei einem wolkenlosen Himmel bieten sich unzählige Fotomotive an die eine gewisse Entschädigung für die vielen Schlechtwettertage sind. Erst kurz vor Dunkelheit erreichen wir den Lagerplatz Gore II (4350 m).

24.08.1993

Von Gore II (4350 m) nach Liligo (3700 m)

Kurz nach 7:00 Uhr verlassen wir den Lagerplatz immer noch bei einem wolkenlosen Himmel. In Urdukas machen wir eine Mittagspause und hier treffe ich Herta und Adolf Möslinger, die ich von der Khan Tengri Expedition 1991 kenne. Unglaublich wie klein doch die Welt ist. Am Abend ziehen dann von Westen wieder Regenwolken auf und ich bin gespannt was uns denn Morgen für ein Wetter erwartet.

25.08.1993

Von Liligo (3700 m) nach Toblok (3200 m)

Gegen 7:00 Uhr starten wir von Liligo und überqueren zunächst den Baltoro Gletscher. Weiter geht es über Payu, von wo aus wir heute keine gute Sicht auf den Trango Tower haben. Die Gipfel werden von Wolken umgeben. Starker Wind und ein Sandsturm machen uns schließlich bei der Ankunft an unserem heutigen Lagerplatz Toblok das Leben schwer. Erst nachdem sich der Wind etwas gelegt hat, können wir die Zelte aufbauen. Am Abend hat der Wind nachgelassen.

26.08.1993

Von Toblok (3200 m) nach Askole (3050 m)

Heute starten wir bereits um 6:30 Uhr und sind eine Stunde später an einer Seilbahnbrücke über dem Dumordo River. Einzeln werden wir in einer Holzkiste von der einen Seite auf die gegenüberliegende über den reißenden Fluss gezogen. Von dort ist es ein sehr langer Weg, bis wir ins Askole sind. Anschließend geht es aber nochmals knapp eine Stunde weiter bis Toga, wo wir endlich was Kühles zum Trinken kaufen können. Hier zelten wir ein letztes Mal und genießen die Sonne am Nachmittag.

27.08.1993

Jeepfahrt von Askole (3200 m) nach Skardu (2228 m)

Zunächst fahren wir ca. eine Stunde, bis wir bei einer Unterbrechungsstelle das Gepäck, mit Unterstützung von Trägern auf die andere Seite bringen müssen. Die Unterbrechungsstelle ist sehr gefährlich, da hier permanent Steine heruntergeflogen kommen. Hier heißt es Augen auf und schnell laufen. Danach fahren wir mir den Jeeps bis zu einem Gasthaus und essen dort zu Mittag. Gut zwei Stunden später kommen auch die Jeeps mit den Seesäcken an. Schließlich geht es weiter bis zum Shargrila Resort Hotel in Skardu. Hier treffen wir auch eine Expeditionsgruppe die am Spantik war und dort auf Grund des schlechten Wetters keinen Erfolg hatte. Am Abend packen wir die Seesäcke für den Flug von Skardu nach Islamabad, der um 7:30 Uhr gehen soll.

28.08.1993

Flug von Skardu nach Islamabad

Um 5:30 bringt uns der Bus zum Flughafen und planmäßig um 7:30 Uhr startet die Maschine. Wir fliegen vorbei am Nanga Parbat und können die Aussicht bei einem wolkenlosen Himmel genießen. Nach 45 Minuten sind wir in Islamabad, können allerdings nicht wie geplant im Pearl Continental Hotel in Rawalpindi übernachten, sondern sind für eine Nacht im Holliday-Inn Hotel untergebracht. Es ist nur 5 Minuten vom anderen Hotel entfernt, sodass wir zumindest im Pearl Continental Hotel unser Abendessen einnehmen.

29.08.1993

Warten in Islamabad

Das Frühstück im Holliday-Inn Hotel ist bescheiden und so sind wir froh, dass wir am Morgen in das Pearl Continental Hotel umziehen können. Danach rufe ich meine Angehörigen zu Hause an und informiere sie über die aktuelle Situation. Wann unser Rückflug nach Deutschland sein wird, ist mir noch unklar.

30.08.1993

Einkaufsbummel in Islamabad

Nach dem Frühstück gehe ich mit Walter in die Stadt, um noch Souvenirs zu kaufen. Unter anderem kaufe ich nach langen Verhandlungen einen guten Seidenteppich für über 300 $. Am Nachmittag packen wir das Gepäck nochmals um. Zum einen das, was unmittelbar mit nach Hause geht und den Rest, der als Cargo später zurückgeht.

Die Rückreise erfolgt zwei Tage später über Karatschi, wo wir das Mazar-e-Quaid (National Mausoleum) besuchen und an die Clifton Beach gehen. Hier bieten findige Geschäftsleute Kamel- und Pferdereiten an.

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