Abschlussfahrt zur Tübinger Hütte
22./23. September 2007
Pünktlich um 5 Uhr startet der Bus mit 40 Teilnehmern vom Busbahnhof in Tübingen in Richtung Süden. Der frisch gewählte Schatzmeister Volker Eisenkolb ist mit von der Partie und will sich ein Bild von der frisch gestrichenen Tübinger Hütte machen. Die Hütte wird nächstes Jahr 100 Jahre alt und soll natürlich zu diesem Jubiläum in einem Top Zustand sein.
Der jüngste Teilnehmer ist 4 und der älteste über 70 Jahre jung. Nur die Jugendlichen zwischen 10 und 20 Jahren sind so gut wie nicht vertreten.



Schade, da es bei dieser Bergtour nicht nur um das Bergerlebnis geht, sondern auch um das gesellige Zusammensein. Vermutlich müssen wir zukünftig das Angebot noch besser auf die Bedürfnisse dieser Altersgruppe anpassen. Als wir die ersten Konturen der Berge am frühen Morgen vom Bus aus erkennen können, bestätigt sich die Wettervorhersage: Sonnenschein pur!



Zügig erreichen wir die Ortschaft Partenen. Mit der Seilbahn schweben wir zur Trominier-Bergstation in 1732 m. Von hier aus gehen wir durch den 1.5 km langen Wassererlebnisstollen Vermunt, der uns unterhalb des Vermut Stausee wieder aus seinem kühlen inneren in die Sonne entlässt.



Ein herrliches Panorama mit den verschneiten Gipfeln präsentiert sich. Vor allem das G. Seehorn und der Großlitzner heben sich mit ihren imposanten Formen hervor. Die beiden Kletterberge stehen im nächsten Jahr auf dem Programm des „Alpin Team“ und ich freue mich schon jetzt darauf, dort oben zu stehen.



Es ist schon ein lang gehegter Wunsch aus meiner bergsteigerischen Anfangszeit, den ich aber aus den Augen verloren habe, nachdem ich die Westalpen kennengelernt hatte. Nachdem ich nun alle Facetten des Bergsteigens kenne, möchte ich diese Genusstouren unbedingt nachholen.



Schon nach kurzer Zeit liegt der Vermut Stausee mit seinen intensiven Farben unter uns und wir steigen hinauf zum Maderer Jöchle. Am Joch und auf der Nordseite liegt noch etwas Schnee von dem letzten Kaltfrontdurchgang vor einer Woche. Die Mehrheit der Gruppe entscheidet sich nach einer längeren Mittagspause für den direkten Abstieg zu Tübinger Hütte ohne den Umweg über den Gipfel des Hochmaderer (2823 m).



Die Gipfelmannschaft wird mit einem traumhaften Panorama ohne Wolken für den Aufstieg belohnt. Nach der Ankunft auf der Tübinger Hütte können wir auf der Terrasse unseren ersten Durst stillen. Willi Brenner erwartet uns bereits und organisiert die Unterbringung der Teilnehmer. Volker und ich überzeugen uns von dem tadellosen Zustand der Hütte, während sich der Hüttenwirt Thomas Amann bereits um das leibliche Wohl der Gäste kümmert. Als die Sonne hinter den Bergen verschwindet, wird es jedoch empfindlich kalt und wir müssen in die warme Stube zum Kachelofen flüchten. Ein gemütlicher Abend mit vielen netten Gesprächen lässt den Tag ausklingen. Die Nacht ist kalt und die Decken spenden für viele Teilnehmer nicht die notwendige Wärme. Nun ja, irgendwie geht die Nacht dann auch vorüber! Nach dem Frühstück entscheidet sich ein kleines Grüppchen für den Abstieg durch das Garnera Tal. Die restlichen Teilnehmer gehen bei prächtigem Wetter über den Erich-Endress-Weg und das Matschuner Joch nach Versettla. Für die Gipfelstürmer gibt es noch die Madrisella (2446 m) mit prächtiger Aussicht als Schmankerl, bevor wir uns an der Versettla Bergstation den Apfelstrudel schmecken lassen. Mit der Seilbahn geht es ins Tal, wo der Bus auf uns wartet.

Ein sagenhafter Sonnenuntergang mit einem bezaubernden Farbenspiel lässt den Tag ausklingen.
Resümee: Ein fantastisches Wochenende mit vielen neuen Bekanntschaften und neuen Freundschaften.
Bericht von Erich Endress
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