Mindelheimer Klettersteig
Um 5:00 Uhr starten Radu und ich von Böblingen über Ulm nach Oberstdorf und von dort ins Kleine Walsertal nach Mittelberg. Im Ortsteil Bödmen biegen wir links ab und parken beim Gasthof Schwendle, der leider kostenpflichtig ist. Da kein Wechselautomat vorhanden ist, sollte das nötige Hartgeld griffbereit sein.



Gegen acht Uhr gehen wir vom Gasthof Schwendle (1.176 m) bei Mittelberg durchs Wildental - vorbei an der Wiesalpe - zur Fluchtalpe (1.390 m). Hier folgen wir nicht dem Weg zur Fiderepaßhütte, sondern wählen den Aufstieg über die Hintere Wildenalpe (1.777 m) zur Kemptner Scharte (2.108 m). Es sind nur wenige Bergsteiger unterwegs und wir genießen bei bestem Wetter den landschaftlich schönen Weg.



Vor der Kemptner Scharte geht es zunächst über grasbewachsene Matten zum Kemptner Köpfle (2.191 m). Hier machen wir eine Frühstückspause und schauen hinunter zur Mindelheimer Hütte, die vor hier gut zu sehen ist. Gestärkt gehen wir weiter und freuen uns auf den Beginn des eigentlichen Klettersteigs. Immer wieder kommen uns Klettersteiggeher entgegen, die heute Morgen von der Fiderepasshütte gestartet sind. Wir warten geduldig und lassen sie passieren.



Der Kletterstieg führt über den (Südlichen) Schafalpenkopf (2.275m), (Mittlerer) Schafalpenkopf (2.302 m) und über eine kleine Stahlbrücke zum (Nördlichen) Schafalpenkopf (2.320m). Von dort geht es über eine 10-15 Meter hohe steile Wand an Eisenstiften und Drahtseilen hinunter.



Wenn der Klettersteig von der Fiderepasshütte aus gemacht wird, dann ist das die eigentliche Schlüsselstelle. Im weiteren Verlauf über die Fiderescharte (2.199m) und zur Fiderepasshütte sind keine technischen Schwierigkeiten vorhanden. Der Blick zur Hütte lässt das Durstgefühl immer stärker werden und so beschleunigen wir unseren Abstieg. Gegen Mittag sitzen wir auf der gut besuchten Terrasse vor der Hütte und lassen uns das Essen und ein Glas alkoholfreies Bier schmecken.
Nach dieser willkommenen Pause geht es über die Vordere Wildenalpe und Fluchtalpe zurück zum Gasthof Schwendle. Bei Temperaturen an die 30 °C sind wir froh, endlich die Schuhe ausziehen zu dürfen und den Durst mit kühlen Getränken zu stillen. Geschafft!!
Die Heimfahrt war ohne den sonst üblichen starken Rückreiseverkehr fast schon entspannend. Resümee: Eine tolle Tagestour bei optimalen Bedingungen.
zurück |