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Donnerstag, 09 Sep 2010
YOU ARE HERE: Home Alpen 2009 Zugspitze
Zugspitze
Geschrieben von: Judith Bertke   
Mittwoch, den 15. Juli 2009 um 00:00 Uhr

Höllental-Klettersteig 

12. Juli 2009

Wieder einmal zieht es uns durch das Höllental zur Zugspitze.Diese Tour ist für uns nicht nur geografisch schnell zu erreichen, sondern zeigt uns auch mit seinen 2100 Höhenmeter, ob wir konditionell fit sind.

Fit für die anstehende Montblanc Überschreitung am kommenden Wochenende und unsere Pik Lenin Expedition im August.

Am Anfang der Höllentalklamm

 

Brücke in der Höllentalklamm

 

Schöner Weg in der Höllentalklamm

 

Zeit und Geld um mal g’schwind in die Westalpen zu fahren und noch eine Expedition zu planen, ist für Berufstätige nicht immer leicht unter einem Hut zu bringen.Die Zugspitze, oder allgemein das Wettersteingebirge ist daher für ein Wochenende eine schöne Alternative.

 

Fantastische Ausblicke in die enge Klamm

 

In der Hinteren Klamm befindet sich noch Schnee

 

Die Klamm ist eine nasse Angelegenheit

 

Am Samstag machen wir noch einige Besorgungen in München und am Spätnachmittag quartieren wir uns bereits in Hammersbach ein.

Der Gipfel der Zugspitze hängt bereits, wie schon letztes Wochenende, in dicken Wolken.

Am Abend lockern die Wolken etwas auf und wir sind sehr zuversichtlich, dass am Sonntag das Wetter gut wird.

 

Schneemassen drücken in den Tunnel

 

Sicht von der Höllentalangerhütte auf Zugspitze

 

Judith an der 'Leiter'

 

Um 4 Uhr klingelt bereits der Wecker und wir schauen aus dem Fenster. Wolkenlos, super. Erst um 6.30 starten wir vom Parkplatz Hammersbach Richtung Höllentalklamm. (Übrigens: die Klamm hat durchgehend geöffnet). Die Höllentalklamm ist sehr frisch und sauerstoffreich und für einen Sommertag genau das Richtige. Zum Ende der Klamm sind noch große Schneeblöcke zu bewundern, die ein wenig im Tunnelgang eingefallen sind.

 

Schöner Aufstieg an der 'Leiter'

 

Judith in ihrem Element

 

Aussicht zum Höllentalanger

 

Nach 1,5 Stunden stehen wir vor der Höllentalangerhütte und sehen unser riesiges Massiv, die Zugspitze. Die ersten Bergsteiger befinden sich bereits an der ersten Leiter und am bekannten "Brett".

 

Der Rest des Höllentalferners

 

Die Randkluft wird überwunden

 

Der Höllentalferner und die Alpspitze

 

Die meisten Zugspitzaspiranten übernachten gemütlich in der Höllentalangerhütte und starten dann frühzeitig. Vor der ersten Leiter legen wir vorschiftsmäßig unsere Gurte an. Nach Queren des "Brettes" steigen wir hinauf in das Moränengelände, welches sich schon etwas zäh durchqueren lässt, …2 Schritte vor, einen Schritt zurück. Wir sind froh über den bedeckten Himmel, das Tempo können wir so gut halten. Die Bedingungen am Höllentalferner sind optimal, sodass wir auf das Anlegen der Steigeisen verzichten können.

 

 

Klettersteig an der Ostwand des Nordgrates

  

Über Bänder verläuft der Klettersteig

 

An den Bändern kommen wir schnell voran

 

 

Nachdem wir problemlos die Randkluft überwunden haben, führt der Klettersteig über Bänder und Stufen entlang der Ostwand des Nordgrates.In etwa 2500 m Höhe sind wir in den Wolken und es beginnt zu regnen und schneien, was den Fels schnell glitschig werden lässt.

 

Regen lässt die Tritte sehr glitschig werden

 

An der Irmerscharte

 

Die Verbindung zum Jubiläumsgrat ist erreicht

 

Mit entsprechender Vorsicht erreichen wir die Irmerscharte, von der üblicherweise der Eibsee zu sehen ist. Hier ist die Sicht allerdings nur noch 50 m und wir versuchen möglichst schnell auf den Gipfel zu kommen, bevor sich das Wetter weiter verschlechtert und sich eine Eisschicht auf den Felsen bildet.

Bei diesen Bedingungen wirklich nur für Geübte

 

Keine optimalen Wetterverhältnisse

 

Der Gipfel ist erreicht

 

Mit den 5 Stunden für die 2100 Höhenmeter sind wir in Anbetracht des Andranges am Klettersteig und den bescheidenen Wetterbedingungen auf den letzten 400 Höhenmeter durchaus zufrieden. Die Aussicht am Gipfel ist leider sehr bescheiden und bei Schneefall sowie 4 Grad ziehen wir es vor, möglichst umgehend in das Gipfelrestaurant zu gehen. Schmerzlich trifft uns allerdings der happige Preis für die Talfahrt!

 

4 Grad am Gipfel

 

Schlussendlich war es unter den gegebenen Wetterbedingungen eine gelungene Bergfahrt!

 

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