Pik Lenin (7.134 m) -Kirgisistan
Der Pik Lenin (russisch Пик Ленина, Pik Lenina; tadschikischҚуллаи Ленин, Qullai Lenin), ursprünglich als Mount Kaufmann, Pik Kaufmann oder Kaufmann-Spitze bekannt, ist der höchste Berg der Trans-Alai-Kette im nördlichen Teil des Pamir (Zentralasien).
Damit ist er der zweithöchste Gipfel des Pamir. Der Berg ist nach Wladimir Iljitsch Lenin benannt. Am 3. Juli 2006 gab die tadschikische Regierung laut russischen Medien bekannt, dass der Pik Lenin jetzt als Pik Unabhängigkeit (tadschikischҚуллаи Истиқлол, Qullai Istiqlol) bezeichnet wird. Laut der Webseite des tadschikischen Präsidenten allerdings trägt er seit dem 4. Juli 2006 den Namen Pik Abuali ibni Sino (tadschikischҚуллаи Абӯалӣ ибни Сино, Qullai Abualij ibni Sino; tadschikische Schreibweise des persischen Philosophen Avicenna), und der Name Pik Unabhängigkeit bezeichnet den gut 100 km entfernten, niedrigeren Berg Pik Revol.
Geschichte
Der Berg wurde 1871 durch den russischen Forscher Alexei Pawlowitsch Fedtschenko „entdeckt“ und nach dem damaligen russischen Generalgouverneur von Turkestan Konstantin Petrowitsch (von) Kaufmann (russisch Kaufman) Pik Kaufmann (Pik Kaufmana) benannt.
Die ersten Europäer, die ins Pamirhochland vorgedrungen sind, dürften die Brüder Schlaginweit gewesen sein. Der Münchner Rickmer-Rickmers konnte bei seinen geographischen Expeditionen 1906 und 1913 einige Gipfelerfolge an Fünftausendern erzielen. Im Jahre 1928 war Rickmer-Rickmers wieder im Pamir unterwegs, diesmal mit einer sowjetisch-deutschen Expedition. Den drei deutschen Bergsteigern Karl Wien, Eugene Allwein und Erwin Schneider gelang die Erstbesteigung des Pik Lenin.
1928 wurde der Berg nach dem Führer der Oktoberrevolution in Pik Lenin umbenannt.
Es existieren 16 Routen auf den Gipfel, neun über die Südseite und sieben über die Nordseite. Da einige Routen technisch nicht kompliziert sind, ist der Berg sehr beliebt und im Sommer gut besucht. Doch geschehen auch schwere Unglücke. 1974 verunglückte ein Team von acht Bergsteigerinnen in einem Sturm. 1990 wurden 43 Menschen durch eine Lawine in Folge eines Erdbebens verschüttet.
Orographie und Geologie
Die Bezeichnung "Dach der Welt" stammt von der Ansicht der Geografen, dass das Pamirgebirge, im Dreiländereck China-Afghanistan-GUS gelegen, gleich einem Spinnenkörper den Mittelpunkt der Kämme des Himalaja, Karakorum, Tien Shan und Kun Lun Shan bildet. Der Pik Lenin, liegt an der Grenze zwischen Kirgistan und Tadschikistan, gehört so eigentlich zur Transalai-Kette. Alai und Pamir sind wie Himalaja und Karakorum junge Faltengebirge, die nach wie vor an Höhe gewinnen. Das Pamirgebirge besteht im Wesentlichen aus 9 Gebirgsketten, die parallel zum Äquator verlaufen, und gilt nach Himalaja und Karakorum als das dritthöchste Gebirge der Welt. Die höchste Erhebung des Pamir liegt mit dem Kongur (7.719 m) in China, auch der höchste Berg der GUS liegt im Pamir: der 7.495 m hohe Pik Kommunismus. Die Schneegrenze liegt um 1000 m höher als in den Alpen, 10.000 m² sind von Gletschern bedeckt, zu den Hauptgesteinsarten zählen Sedimente und Konglomerate. Kirgistan selbst ist ein gebirgiges und vor allem farbiges Land. 70 % liegen über 3.000 m hoch, unendlich lange und breite Hochtäler weisen wüstenähnlichen Charakter auf. Die Bevölkerung setzt sich vor allem aus Bauern zusammen, kirgisische Nomaden ziehen wie vor Jahrtausenden mit ihren Jurten (zeltähnliche, aber durchaus gemütliche und geräumige Behausungen) und Viehherden durch die weitläufige, helle Landschaft.
Klima
Im Hochland von Pamir herrscht streng kontinentales Klima. Eiskalte Winter mit bis zu minus 60° C, stehen trockenen Sommern gegenüber. Die klimatisch günstigsten Monate für Bergbesteigungen sind Juli und August.
Quelle:www.wikipedia.de
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