Montblanc (4.810 m)

Der Montblanc („weißer Berg“), ist mit 4.810,9 m Höhe der höchste Berg der Alpen.
Die Frage, ob er auch höchster Berg Europas ist, hängt davon ab, ob der Elbrus (5.642 m) zu Europa oder Asien gezählt wird. Das gesamte Montblanc-Massiv gehört zu den Savoyer Alpen.
Der Montblanc ist auf Grund seiner Höhe stark vergletschert. Im Norden fließt der Glacier des Bossons vom Gipfel bis auf 1420 Meter hinab (2007), der sich daraus ergebende Höhenunterschied von 3390 Metern ist der größte von einem Gletscher überwundene Höhenunterschied in den Alpen.

Der Montblanc besteht aus Granit und hat zwei völlig verschiedene Gesichter: Im Norden ist er rundlich und fast vollständig vergletschert, von Süden erscheint er als markanter Felsklotz mit steilen Wänden. Nach Nordwesten entsendet er den Bossesgrat in Richtung auf den Dôme du Goûter und die Aiguille du Goûter, nach Nordosten den Verbindungsgrat zu seinen Trabanten Mont Maudit und Mont Blanc du Tacul. Nach Süden entsendet er zwei wilde Felsgrate, die über 3.500 Höhenmeter bis ins italienische Val Veny hinunterreichen, den Brouillardgrat (im Westen) und den Peutereygrat (im Osten), dazwischen den kleinen Innominatagrat und den Freney-Pfeiler.
Die vom Montblanc abfließenden Gletscher erreichen auf der italienischen Südseite den flachen Talboden, mit der Besonderheit, dass ihr Umfang in den vergangenen 150 Jahren kaum geschrumpft ist (Glacier/Ghiacciaio de Miage, Glacier/Ghiacciaio de/della Brenva). Auf der französischen Nordseite erreicht einer der Gletscher (Glacier des Bossons) ebenfalls beinahe den Talboden.
Bestiegen wurde der Montblanc erstmals am 8. August 1786 auf Initiative des Genfers Horace Bénédict de Saussure von Jacques Balmat und Michel-Gabriel Paccard. Am 18. Juli 1861 gelang Bergführer Johann Josef Benet (1824–1864) von Steinhaus VS außerdem die Erstbesteigung des Montblanc über die Normalroute gemeinsam mit Leslie Stephen und F.F. Tuckett mit Melchior Anderegg sowie Peter Perren. Die Besteigung war Ausdruck der schwindenen Angst der Menschen vor den Gefahren der Berge und einer (teilweise verklärten) Hinwendung zur Natur im Rokoko. Gleichzeitig war sie Startsignal für den Alpinismus.
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